25 Jahre

25

Mit 18 wirst Du als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen. Volljährig und voll schuldfähig für alle getroffenen Entscheidungen. Klingt nach viel Verantwortung, aber auch viel Freiheit, viel Spaß.

20 war kein Problem, aber wie sollte Dein Leben auf dem Weg zur 30 aussehen?

25, Halbzeit.

Erfahrungen sind gut

Welche Ziele hast Du Dir für 25 abgesteckt?

Vielleicht Bachelor, Master?

Wenn alles gut läuft, hast Du noch 1-2 Jahre für eine Weltreise im Van, bevor Du Dir Montag bis Freitag einen Anzug überwirfst und als Unternehmensberater bei E&Y Unternehmen berätst.

Als Architekturstudent sah es für mich ähnlich aus. Mit 19 an die Uni und spätestens mit 25 dann die ersten Schritte in einem Büro Praxiserfahrung sammeln, damit ich mit 30 eigene Wettbewerbe mit meinem eigenen Büro gewinnen konnte. Klar. Ich werde doch nicht Architekt, um für andere zu arbeiten. Ich will Gebäude schaffen, die Menschen lieben werden, wichtige Gebäude, die auch bleiben, wenn ich nicht mehr hier bin.

Die Welt ist so einfach, wenn man keine Ahnung hat.

Eigene Erfahrungen sind besser

Klar. Mit 25 haben viele ihr Leben wirklich fest im Griff, haben schon angefangen eine Familie zu gründen und denken schon wieder über Nachwuchs nach. Der erste Job nach Studium oder Ausbildung läuft und die nächsten 30 Jahre werden mit kleinen Beförderungen Richtung Managerposten in Angriff genommen.

Für den anderen ist das Leben nicht so linear.

Vor 2 Jahren habe ich mein Studium abgebrochen und bin zurück zu Mama gezogen. Nach mehreren Jobs, überwiegend in Start-Ups, die das Loch zwischen Plan und Planlosigkeit finanziert haben, denke ich mal wieder mich endlich gefunden zu haben.

Dieses Mal bin ich mir aber ganz sicher.

Die Studienzeit ist die beste Zeit deines Lebens

Fängt das Leben außerhalb der Hörsäle und Bibliotheken an, sehnst Du Dich wieder nach einer unbeschwerten Zeit zwischen Vorlesungen und Semesterferien und der Geschmack von Mensaessen hat sich auch in Hirn und Magen eingebrannt.

Wenn sich Deine Familie nicht um Deinen Kontostand kümmert, dann musst Du dem Staat nur alle 6 Monate beweisen, dass Du wirklich studierst. Was Du wirklich studierst, interessiert eigentlich erst nach dem Studium. Mit einem Abschluss kann auf dem Jobmarkt ja nichts schief gehen, schließlich bist Du Akademiker, weßhalb Du diese Zeit bis zum letzten Tag ordentlich feierst.

Die finanzielle Basis ist gesichert, die Prüfungen lassen sich wiederholen und das soziale Netz fügt sich früher oder später auch in irgendeiner Ecke.

Genieße die Zeit. So jung wirst du nie wieder sein.

Berlin ist ein Dorf

Spätestens nach 3 Jahren hört eine Stadt auf groß zu wirken. Auch Berlin. Alles scheint plötzlich vertraut. Alle Fragen, die Zugezogene stellen, hast Du schon längst beantwortet. Der Döner-Mann um die Ecke gibt dir mehr Fleisch und den frischen Salat von heute, Du gehst lieber unter der Woche feiern, weil Du keine Lust auf Touristen hast und trinkst Whiskey Sour nur noch mit mindestens 3cm Schaum drauf.

Wenn Du mal Deine Ruhe haben möchtest, springt Dir plötzlich aus jeder 2. U-Bahn ein bekanntes Gesicht entgegen und tauscht höfliche Förmlichkeiten aus. Wenn Du solchen Situationen jedoch aus dem Weg gehen kannst, dann hast Du diese Fähigkeit mittlerweile perfektioniert. 

Glückwunsch. Du bist angekommen.

Wahre Freunde bleiben

In Zeiten sozialer Netzwerke könntest Du mit Deiner Kontaktliste ein ganzes Dorf gründen. Bekanntschaften sind schnell gemacht und genauso schnell wieder vergessen. Echte Freunde bleiben, auch wenn man sich nur hört, auch die nächsten 25 Jahre.

Happy Birthday.

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